Studio

 

Renate Rose [7. Juli 1914 – 15. Dezember 2014]

(Foto: Annunciata Foresti)

 

Einen Nachruf auf Renate Rose finden Sie hier

 

‚Studio Rose’ –
das war zunächst ‚nur’ eine Idee

Wie oft geraten die Werke ernsthafter Künstler nach ihrem Ableben in Vergessenheit: Wer rührt schon die Trommel für einen Maler, der dem Kunstmarkt nichts mehr liefern kann und ihn vorher auch nur eher sparsam bedient hat? Vor diesem Hintergrund war es Renate Rose ein wichtiges Anliegen, die Bilder, Aquarelle und Zeichnungen ihres verstorbenen Mannes öffentlich zugänglich zu machen. Ein gutes Jahrzehnt reifte dieser Gedanke, bis sie schließlich den Augsburger Architekten Christian Elingius beauftragte, im Garten neben dem Wohnhaus einen kleinen Pavillon zu errichten. Im Oktober 1987 konnte dann die erste Austellung eröffnet werden.

Die ursprüngliche Intention, in dem ‚Studio Rose’ genannten Haus die Bilder Heinz Roses zu präsentieren, erweiterte sich rasch: Auch die Werke anderer Künstler, bevorzugt aus der Region, wurden und werden in diesem Forum einem aufgeschlossenen Publikum vorgestellt. Über die bildende Kunst hinaus fanden aber auch Musik und Literatur hier eine Heimat; musikalisch waren der Geiger Ingolf Turban, der Cellist Reinhold J. Buhl, der Pianist Stephan Stiens und der Pianist Christoph Hammer bereits am Roseweg zu Gast, Lesungen und Diskussionen fanden statt – kurz: Das ‚Studio Rose’ wurde zu einem kulturellen Kristallisationspunkt, der mittlerweile auch über die Schondorfer Grenzen hinaus Beachtung findet.

Zu diesem Erfolg beigetragen haben nicht zuletzt die vielfältigen Aktivitäten des ‚Schondorfer Kreis’, dessen Mitglieder im Lauf der Jahre eine Vielzahl bemerkenswerter Ausstellungen arrangierten und Diskussions- und Vortragsabende veranstalteten; im Mittelpunkt standen dabei stets ökologische, künstlerische und nicht selten regionale und heimatpflegerische Aspekte. Wenn Sie mehr über den ‚Schondorfer Kreis’ wissen wollen, nutzen Sie doch einfach den link auf der rechten Seite.

Bemerkens- und deshalb auch erwähnenswert: Die gesamte Organisation und Verwaltung dieses Hauses funktioniert einzig und allein dank der freiwilligen Mitarbeit einiger engagierter Helferinnen und Helfer, also ehrenamtlich und vollkommen unkommerziell. Langfristig freilich hängt die Wirkung des ‚Studio Rose’ nicht nur von der Qualität und Attraktivität der hier durchgeführten Ausstellungen und Veranstaltungen ab: Mindestens ebenso wichtig ist das Echo des Publikums. Sagen (oder mailen) Sie uns deshalb bitte, was Ihnen wie gefällt, gefallen hat, gefallen würde – Dialog und Dialogfähigkeit ist die wichtigste Voraussetzung dafür, unser Leben besser zu gestalten. Wenn Sie Anregungen haben, halten Sie sich bitte nicht zurück. Wenn Sie helfen wollen: Nur zu!

Schauen Sie doch bitte mal (wieder) vorbei – wir und besonders die ausstellenden Künstler und Veranstalter – freuen uns auf Ihren Besuch!

Eine technische Anmerkung für ausstellende Künstler:
Der Raum ist 9 m lang und 6 m breit; die Leisten zum
Hängen der Bilder (mit Nylonschnüren) befinden sich
in einer Höhe von 2,40 m.